Alarmanlage im Eigenheim – Kosten, Varianten und worauf es wirklich ankommt

Praktische Hinweise zu Technik, Installation und sinnvoller Ausstattung.
Alarmanlage Kosten Schweiz

Alarmanlage fürs Eigenheim

Der Schutz der eigenen vier Wände gewinnt in der Schweiz zunehmend an Bedeutung. Moderne Alarmanlagen leisten dabei einen wichtigen Beitrag, um Einbrüche, Sachbeschädigungen und Folgeschäden frühzeitig zu verhindern. Gleichzeitig stehen Eigentümer vor einer Vielzahl an Entscheidungen: Funk oder Kabel, einfache Grundausstattung oder umfassendes Sicherheitssystem, Eigenüberwachung oder Aufschaltung auf eine Zentrale.
Damit du die richtige Lösung für dein Haus oder deine Wohnung findest, gibt dir dieser Ratgeber einen realistischen Kostenüberblick, erklärt die wichtigsten Systemarten und zeigt auf, welche Faktoren den Preis einer Alarmanlage tatsächlich beeinflussen.
Kosten Alarmanlage Schweiz

Was kostet eine Alarmanlage für Haus oder Wohnung?

Die Investition in eine Alarmanlage kann stark variieren. Ausschlaggebend sind unter anderem die Gebäudegrösse, die Anzahl der zu sichernden Bereiche sowie der technische Umfang der Anlage. Während kleinere Wohnungen mit überschaubarem Budget abgesichert werden können, erfordern grosse Einfamilienhäuser deutlich höhere Investitionen.
Neben den Gerätekosten spielen Installation, Erweiterungen und laufende Services eine zentrale Rolle bei der Gesamtrechnung.

Übliche Gesamtkosten nach Anlagentyp (inkl. Einbau)

Funkbasierte Alarmanlagen – ideal zum Nachrüsten Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegen die Kosten einer Funkalarmanlage meist bei 6’000 bis 8’000 CHF. Enthalten sind dabei in der Regel die Alarmzentrale, mehrere Tür- und Fenstersensoren sowie ein oder zwei Bewegungsmelder inklusive Montage. Wird das System um Kameras, zusätzliche Sensoren oder Komfortfunktionen erweitert, kann sich der Preis auf 10’000 bis 20’000 CHF erhöhen.
Kabelgebundene Systeme – langlebig und besonders stabil Verdrahtete Alarmanlagen bewegen sich üblicherweise im Bereich von 7’000 bis 14’000 CHF. Sie eignen sich vor allem für Neubauten oder umfassende Renovationen, da die Verkabelung direkt in die Bausubstanz integriert wird. Bei grossen Objekten mit vielen Zugängen und Kameras sind Gesamtkosten von 17’000 bis 37’000 CHF keine Seltenheit.
Hybrid- und Sicherheitsanlagen auf hohem Niveau Für weitläufige Häuser, Villen oder Objekte mit erhöhtem Sicherheitsbedarf kommen kombinierte Systeme zum Einsatz. Diese starten bei rund 20’000 CHF und können – abhängig von Ausstattung und Überwachung – deutlich darüber liegen. Sie bieten maximale Ausfallsicherheit und flexible Erweiterungsmöglichkeiten.

Zusatzkosten, die oft erst später auffallen

Anbindung an eine Alarmzentrale Die jährlichen Kosten für eine professionelle Überwachung liegen meist zwischen 400 und 1’100 CHF. Im Alarmfall erfolgt eine Prüfung der Meldung sowie die Verständigung von Sicherheitsdienst oder Polizei.
Regelmässige Wartung Je nach Umfang der Anlage fallen 300–750 CHF pro Jahr für Wartungsarbeiten an. Diese sorgen dafür, dass Sensoren, Software und Stromversorgung zuverlässig funktionieren.
Nachträgliche Sensoren Zusätzliche Fensterkontakte, Bewegungs- oder Glasbruchmelder kosten üblicherweise 100–250 CHF pro Stück plus Montage. Besonders bei vielen Fenstern summieren sich diese Kosten rasch.
Kamerasysteme Innen- und Aussenkameras kosten inklusive Installation etwa 400–900 CHF pro Einheit. Sie erhöhen die Sicherheit, sind aber ein relevanter Kostenfaktor.
App- und Smart-Home-Funktionen Für mobile Steuerung oder die Einbindung in bestehende Smart-Home-Systeme fallen häufig 300–500 CHF an. Teilweise sind dafür auch laufende Abos nötig.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis am stärksten?

Anzahl der Sicherungspunkte Jede Tür und jedes Fenster benötigt einen eigenen Kontakt. Gebäude mit vielen Öffnungen verursachen entsprechend höhere Material- und Montagekosten.
Innenraumabsicherung Je mehr Räume überwacht werden sollen, desto mehr Bewegungsmelder sind erforderlich – insbesondere bei mehreren Etagen.
Qualität der Steuerzentrale Leistungsfähige Zentralen bieten besseren Schutz vor Sabotage, mehr Funktionen und höhere Sicherheitsstandards, sind jedoch kostenintensiver.
Systemart: Funk oder Kabel Funksysteme lassen sich einfacher installieren, während kabelgebundene Anlagen einen höheren baulichen Aufwand erfordern, dafür langfristig stabiler sind.
Einsatz von Videoüberwachung Kameras zählen zu den teuersten Erweiterungen, insbesondere bei Aussenmontage und Aufzeichnungsfunktionen.
Vernetzung mit Haustechnik Die Kopplung mit Licht, Rollläden oder Zutrittssystemen steigert Komfort und Sicherheit, erhöht aber den Planungs- und Kostenaufwand.
Sicherheitsstandard Anlagen nach EN 50131 Grad 2 sind für Wohnhäuser üblich. Systeme mit Grad 3 bieten höheren Schutz, sind jedoch deutlich teurer.
Installationsaufwand Komplexe Grundrisse, grosse Distanzen oder schwer zugängliche Bereiche führen zu höheren Arbeitskosten.
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Funk oder Kabel – welche Alarmanlage ist die richtige?

Ob Funk-, Kabel- oder Hybridanlage: Die passende Lösung hängt stark von deinem Gebäude, deinem Sicherheitsanspruch und deinem Budget ab. Jede Systemart hat klare Stärken und Schwächen.

Kabelgebundene Alarmanlagen

Diese Systeme gelten als besonders zuverlässig und sind weitgehend störungsfrei. Sie werden bevorzugt in Neubauten oder bei Sanierungen installiert.
Vorteile
  • Sehr hohe Betriebssicherheit
  • Kein Batteriewechsel
  • Ideal für grosse Objekte
Nachteile
  • Aufwändige Installation
  • Eingriffe in Wände und Böden
  • Höhere Anfangskosten
Geeignet für: Neubauten und Häuser mit hohem Sicherheitsbedarf.

Funkalarmanlagen

Kabellose Anlagen lassen sich schnell montieren und flexibel erweitern. Sie eignen sich besonders für bestehende Häuser und Wohnungen, in denen keine baulichen Eingriffe gewünscht sind.
Vorteile
  • Kurze Installationszeit
  • Einfach nachrüstbar
  • Geringerer Montageaufwand
Nachteile
  • Batterien müssen regelmässig ersetzt werden
  • Funkstörungen möglich
  • Reichweite abhängig von Bauweise
Geeignet für: Bestandsimmobilien und Eigentümer, die eine flexible Lösung suchen.

Hybrid-Systeme

Hybridanlagen kombinieren verkabelte Komponenten mit Funksensoren. So lassen sich sicherheitskritische Bereiche fest verkabeln und andere flexibel absichern.
Vorteile
  • Hohe Flexibilität
  • Sehr zuverlässiger Betrieb
  • Gute Erweiterbarkeit
Nachteile
  • Höhere Anschaffungskosten
  • Mehr Planungsaufwand
  • Längere Installationsdauer
Geeignet für: Grosse oder teilweise renovierte Gebäude.
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Ausrichtung und Standort – entscheidend für Klima und Kosten

Die Auswahl der Sensoren sollte sich an den tatsächlichen Risiken orientieren.
Tür- und Fenstersensoren Sie bilden die Basis jeder Alarmanlage und sichern die häufigsten Einstiegspunkte ab.
Bewegungsmelder Ideal zur Überwachung von Fluren, Treppenhäusern und grossen Wohnbereichen. Für Haushalte mit Tieren sind spezielle Modelle nötig.
Glasbruchmelder Sinnvoll bei grossen Fensterflächen oder leicht zugänglichen Fenstern, insbesondere im Erdgeschoss oder Keller.
Rauch- und Wassermelder Schützen nicht vor Einbruch, verhindern aber kostspielige Brand- oder Wasserschäden – besonders in Technik- und Kellerräumen.
Kameras innen und aussen Wirken abschreckend und liefern Beweismaterial, ersetzen jedoch keine klassischen Sensoren.
Sirenen Akustische Alarme erhöhen die Abschreckung. Bei Aussensirenen sind lokale Vorschriften zu beachten.

Typische Fehler bei der Planung von Alarmanlagen

Zu knapp kalkulierte Absicherung Wird an Sensoren gespart, bleiben oft genau die schwächsten Stellen ungeschützt.
Ungünstige Positionierung Falsch montierte Melder führen zu Fehlalarmen oder unzureichender Erkennung.
Billiglösungen ohne Sicherheitsstandard Günstige Sets bieten häufig keinen ausreichenden Manipulationsschutz und sind störanfällig.
Fehlende Wartung Ohne regelmässige Kontrolle kann selbst eine hochwertige Anlage im Ernstfall versagen.
Keine professionelle Objektanalyse Standardlösungen berücksichtigen individuelle Schwachstellen eines Gebäudes kaum.

Fazit: Eine Alarmanlage ist nur so gut wie ihre Planung

Eine Alarmanlage bietet nur dann echten Schutz, wenn sie auf das Gebäude abgestimmt ist. Die richtige Kombination aus Sensoren, eine fachgerechte Installation und regelmässige Wartung sind entscheidend für die Zuverlässigkeit. Wer frühzeitig auf professionelle Beratung setzt, vermeidet unnötige Ausgaben und sorgt langfristig für mehr Sicherheit im eigenen Zuhause.
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