Carport in der Schweiz: Preise, Bauweisen und was du vor dem Bau klären solltest

So planst du deinen Carport richtig – von der Idee bis zur Umsetzung.
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Carport statt Garage?

Ein Carport ist eine praktische Alternative zur Garage: Das Fahrzeug steht geschützt vor Schnee, Hagel, UV-Strahlung und herabfallenden Ästen – ohne dass du dafür eine teure, geschlossene Konstruktion bauen musst. Gleichzeitig kann ein Carport das Gesamtbild des Hauses aufwerten und die Nutzfläche auf dem Grundstück sinnvoll ergänzen, etwa mit einem Abstellraum, Seitenwänden oder einer integrierten Ladestation fürs E-Auto.
Spannend ist auch die Kombination mit Photovoltaik: Viele Carports eignen sich ideal als Trägerfläche für Solarmodule und können so nicht nur schützen, sondern auch Energie liefern. In diesem Ratgeber findest du eine klare Orientierung zu Kosten, Materialien, Planung, Bewilligung und typischen Fehlerquellen – damit du deinen Carport in der Schweiz realistisch und sauber planen kannst.
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Was kostet ein Carport in der Schweiz?

Carports sind meist deutlich günstiger als Garagen – trotzdem hängt der Preis stark von Grösse, Konstruktion, Dachlösung und Montageaufwand ab. Neben dem Bausatz selbst fallen häufig Kosten für Fundament, Statik, Montage und Zusatzausstattung an.

Preisrahmen nach Carport-Variante

Die folgenden Richtwerte zeigen typische Kostenbereiche, wie sie bei Schweizer Projekten häufig vorkommen.
Holz-Carport: ca. 5’000–12’000 CHF Eine beliebte, preislich attraktive Lösung mit natürlicher Optik. Holz wirkt warm und passt gut zu Einfamilienhäusern – braucht aber Pflege, damit es langfristig schön und stabil bleibt.
Metall-Carport (Aluminium oder Stahl): ca. 10’000–15’000 CHF Sehr robust, langlebig und kaum wartungsintensiv. Besonders sinnvoll bei hoher Schneelast oder wenn später Photovoltaik oder ein begrüntes Dach geplant ist.
Doppelcarport: ca. 10’000–25’000 CHF Für zwei Fahrzeuge ausgelegt – mit entsprechend grösserer Spannweite, stärkerer Konstruktion und meist aufwendigerem Fundament.
Design-/Premium-Carport (Glasdach, Geräteraum, Sonderkonstruktion): bis ca. 40’000 CHF Individuelle Lösungen mit hoher Gestaltungsfreiheit und zusätzlichem Nutzen (Stauraum, Seitenwände, integrierte Technik).

Welche Kostenpositionen du einplanen solltest

Damit du nicht nur den “Carport-Preis” siehst, sondern das Gesamtbudget, hier die wichtigsten Bestandteile.
Fundament Je nach Boden, Carportgrösse und Schneelast kommen Punktfundamente oder ein Betonsockel zum Einsatz. Typisch sind ca. 2’500–4’000 CHF – bei schweren Metallkonstruktionen oft etwas mehr.
Konstruktion und Pfosten Der Materialentscheid beeinflusst den Preis am stärksten. Holz ist günstiger, Metall kostet mehr, hält dafür oft länger und ist fast wartungsfrei. In Schneelastzonen muss zudem verstärkt gebaut werden.
Dach und Eindeckung Zwischen Polycarbonat, Trapezblech, Glas, Gründach oder PV-Dach liegen grosse Preisunterschiede. Je hochwertiger und multifunktionaler die Dachlösung, desto höher die Investition.
Montage durch Fachbetrieb Professionelle Montage liegt häufig bei ca. 3’000–4’000 CHF. Bei schwierigen Zufahrten, Hanglagen oder Sonderformen kann es darüber liegen. Dafür stimmt die Verankerung, die Ausrichtung und die Statik.
Zusatzoptionen Seitenwände, Geräteraum, Beleuchtung, Steckdosen, Regenrinne, LED-Licht, Wallbox: Solche Upgrades können den Preis schnell um mehrere tausend Franken erhöhen – bringen aber spürbar mehr Nutzen.

Selbstmontage oder Profi – was ist wirklich sinnvoll?

Bausätze wirken oft günstig, aber der Aufwand wird unterschätzt. Fundamentarbeiten, exakte Ausrichtung und sichere Verankerung sind entscheidend, damit der Carport bei Wind und Schnee dauerhaft stabil bleibt.
Selbstmontage lohnt sich vor allem, wenn du:
  • handwerklich sehr sicher bist
  • statische Grundprinzipien kennst
  • genügend Zeit, Helfer und Werkzeug hast
Ein Fachbetrieb ist meist die bessere Wahl, wenn Schneelastzonen, PV-Planung, komplizierter Untergrund oder baurechtliche Abklärungen mitspielen.
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Carport oder Garage: Welche Lösung passt besser?

Ein Carport punktet mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, schneller Bauzeit und natürlicher Belüftung – Fahrzeuge trocknen schneller, was Korrosion reduzieren kann. Ausserdem ist er sehr flexibel: E-Auto-Ladestation, PV-Dach oder ein zusätzlicher Geräteraum lassen sich oft problemlos integrieren.
Eine Garage bietet hingegen mehr Sicherheit, besseren Schutz vor Diebstahl und mehr geschlossenen Stauraum. Sie ist allerdings deutlich teurer, benötigt oft mehr Bewilligungsaufwand und kann bei schlechter Belüftung Feuchtigkeit stauen.
Vorteile Carport:
  • günstigere Baukosten
  • schnelle Umsetzung
  • gute Belüftung
  • flexible Nutzung
  • ideal für Photovoltaik
  • weniger Platzbedarf
Nachteile:
  • weniger Schutz vor Diebstahl/Mardern
  • weniger Stauraum
  • nicht vollständig geschlossen
  • Holzmodelle brauchen Pflege

Materialien: Was eignet sich wofür?

Holz Natürlich und optisch freundlich. Preislich attraktiv, aber pflegeintensiver – ideal mit guter Imprägnierung und regelmässigem Schutzanstrich.
Aluminium Modern, leicht, korrosionsfrei und praktisch wartungsfrei. Gut geeignet, wenn Design und geringer Unterhalt im Vordergrund stehen.
Stahl Sehr stabil und tragfähig – besonders geeignet bei hohen Schneelasten oder als Basis für Photovoltaik/Gründach. Meist teurer, dafür extrem robust.
Hybridlösungen (Holz + Metall) Kombinieren warme Optik mit hoher Stabilität. Oft ein guter Kompromiss zwischen Design, Haltbarkeit und Budget.
Nachhaltige Optionen Schweizer Holz (zertifiziert) oder Recycling-Aluminium verbessern die Ökobilanz – ohne dass du bei Stabilität und Lebensdauer Abstriche machen musst.

Carport richtig planen: Standort, Statik und Zukunftssicherheit

Ein Carport sollte so platziert werden, dass er im Alltag gut funktioniert: kurze Wege, unkomplizierte Zufahrt und möglichst wenig Schneeverwehung oder Laubfall direkt über dem Stellplatz. Wichtig ist zudem die Statik: In der Schweiz unterscheiden sich Schneelastwerte je nach Region stark. Das Dach muss dafür ausgelegt sein – besonders, wenn du Photovoltaik oder ein schwereres Dachsystem planst. Auch Windlasten sind relevant, weil offene Konstruktionen stärker exponiert sind. Ein weiterer Punkt sind Grenzabstände und lokale Bauvorschriften. Gemeinden regeln solche Details unterschiedlich – besonders bei Anbauten ans Haus oder bei Brandschutzvorgaben. Wenn du künftig eine Wallbox möchtest, lohnt es sich, Stromzuleitung, Leitungsweg und Absicherung direkt mitzuplanen.
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Braucht ein Carport in der Schweiz eine Baubewilligung?

In den meisten Fällen ja: Sobald der Carport fest mit dem Boden verbunden ist, gilt er als bauliche Anlage. Welche Unterlagen nötig sind, variiert nach Gemeinde, häufig verlangt werden:
  • Situationsplan
  • Angaben zu Fundament/Konstruktion
  • Grenzabstände und ggf. Brandschutz
Eine kurze Vorabklärung beim Bauamt spart häufig Wochen an Verzögerung.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Typische Probleme entstehen durch:
  • zu schwache Auslegung für Schneelast
  • falsche oder schlecht geschützte Materialien
  • ungenaue Fundamente/Verankerung
  • zu geringe Durchfahrtshöhe oder zu knappe Breite
  • ignorierte Grenzabstände/Bewilligungen
Wer diese Punkte früh sauber plant, vermeidet Nacharbeiten und Ärger.

Fazit: Carport als clevere Lösung mit viel Potenzial

Ein Carport ist eine wirtschaftliche und zukunftsfähige Möglichkeit, Fahrzeuge zuverlässig zu schützen – mit weniger Bauaufwand als eine Garage. Durch moderne Materialien, optionale Ladestationen und die Chance auf ein PV-Dach wird er zur funktionalen Erweiterung der Immobilie. Entscheidend sind Standort, Statik, Bauvorschriften und eine passende Materialwahl. Mit guter Planung entsteht eine langlebige Konstruktion, die Komfort schafft und den Wert des Grundstücks erhöhen kann.
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